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WeltAnschauung > Freude Der Sinn Unseres Lebens
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Freude - der Sinn unseres Lebens

verfasst von Uudo, 20.01.2004
Die Gedankengänge basieren auf Texten von Ibo Caj (»www.verstaendigung.de), Bodo Schäfer ("Endlich mehr verdienen") und der Bibel.

F R E U D E !

So banal ist er, der Sinn des Lebens.

Und doch so schwer zu erreichen. Denn die HEDONISTEN, die eine schnelle Lustbefriedigung mit möglichst geringem Aufwand suchen, erliegen einem entscheidenden Irrtum: Sie suchen ihr Glück in MATERIELLEN Dingen und Ersatzbefriedigungen (Schnelle Autos, Essen, Macht, Sex ohne Liebe) oder erschöpfen sich im VERMEIDEN von "Strafe", Fehlern und Niederlagen. Dabei ist der Irrtum so offensichtlich, z.B. bei Kindern, die von ihren Eltern alles erdenkliche bekommen, aber keine Zeit und Zuwendung. Wir müssen nur HINSCHAUEN, und die Wahrheit offenbart sich.

  • Fehler sind, richtig eingeordnet, keine Niederlagen, sondern Grundlage für Weiterentwicklung

Aber wenn wir uns zunehmend unzufrieden fühlen, suchen wir nicht gerne bei uns nach der Ursache. Lieber machen wir ANDERE DAFÜR VERANTWORTLICH (unseren Partner, die verkommene Gesellschaft, korrupte Politiker, Satan und seine Dämonen in der Gestalt von "bösen" Osamas oder Dabbelju Bushs). Wir fordern von anderen die Einhaltung von Regeln und Moral, rufen nach einer strafenden Instanz, die das überwacht (Staat, GOTT).

  • Hölle, definiert als Strafe Gottes für die Nichteinhaltung von Geboten, ist m.E. eine Fantasie von Menschen, die unfähig sind, glücklich zu sein.

Warum sollte GOTT uns - unter Androhung schrecklicher Strafen - davon abhalten, den Sinn des Lebens (nämlich FREUDE) zu erreichen? Gott will uns durch seine Gebote vielmehr einen Wegweiser zu mehr Freude geben: Im alten Testament noch durch strikte, einfache Gesetze - Du sollst nicht töten, nicht begehren was dir nicht zusteht, nicht materielle Dinge ("Mammon") in den Mittelpunkt deines Lebens stellen. Jesus Christus formuliert es abstrakter, für aufgeklärte Menschen:

>> Liebe Gott und deinen Nächsten. <<

so "einfach" ist es, FREUDE zu erlangen!

>> Was, einfach? Ich kann doch nicht rational entscheiden, wen ich liebe!

Das kann ich nicht, aber es gibt Wege, die ich beschreiten kann: Auf andere Menschen zugehen, eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Wenn ich mich auf für andere Menschen interessiere (auch gerade die, die ich nicht so mag), kann das eine große Bereicherung für mein Leben sein: Sowohl das Entdecken neuer Blickwinkel, als auch die Weiterentwicklung von Kommunikation und EMPATHIE (die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, sich mit ihnen zu freuen und zu leiden).

  • Kommunikation und Empathie sind die Grundlage für Beziehung.
  • Beziehung ist Leben. Ohne Beziehungen (zu seiner Umwelt, Mitmenschen und Gott) verkümmert der Mensch.
  • Weiterentwicklung ist Weg und Bestimmung des Menschen. Stillstand ist Tod.

Indem ich mich darauf konzentriere, ANDEREN MENSCHEN GUTES zu tun, kann ich mehr Freude erlangen, als wenn ich von ihnen FORDERE, MIR Gutes zu tun. Eine Mutter würde auch nicht auf die Idee kommen, von ihrem neugeborenen Kind etwas zu fordern, sondern sie GIBT erst mal ganz viel Zuneigung und Zeit. Auf Wanderung hat unsere Pfadfindergruppe oft Quartier bekommen von fremden Menschen, die uns überhaupt nicht kannten. In der Natur erleben wir unzählige Beispiele, wie GOTT uns Gutes tut, ohne etwas dafür zu fordern.

>> Wäre es nicht herrlich, wenn alle Menschen nur noch mit guten Gefühlen auf uns zugingen? <<

(nach Ibo Caj)

Was hindert uns eigentlich daran, nur noch mit "guten Gefühlen" auf andere zuzugehen?

Es ist das Misstrauen, die VERMUTUNG DES BÖSEN, die uns davon abhält. Dabei muss "das Böse" garnicht wirklich vorhanden sein, um unser Verhalten zu beeinflussen. Allein auf dieser psychologischen Wirkung basiert die große Macht des Bösen auf unser Leben.

Natürlich gibt es Aggression und sinnlose Gewalt. Sie ist aber nicht alleine Ausdruck "des Bösen" in der Welt. Vielmehr beruht sie auf fehlendem Mitgefühl, fehlender Zuwendung und Zeit für den Täter, fehlender Kommunikation und Missverständnissen.

(Ibo Caj)

  • Er hat Menschen gefoltert und getötet, im selbstlosen Glauben an höhere Ziele. »Ein Buddhismusforscher fragt sich: Was ging in dem Revolutionär der Roten Khmer vor, dem er sein Leben verdankt? (Und gelangt zu der erschreckenden Erkenntniss: Er ist wie wir).
  • Etwas platt, aber nicht unwahr - ein »Song von den Ärzten:
„Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe,
deine Springerstiefel sehnen sich nach Zärtlichkeit,
du hast es nie gelernt, dich zu artikulieren
und deine Eltern hatten niemals für dich Zeit...“

Übers Fernsehen, Computerspiele und Erzählungen bekommen wir aber eine ganz und gar verschobene Wirklichkeit vermittelt: Das "Böse" wird völlig überbewertet, weil uns das Gute zu langweilig, zu normal ist. Fakt ist, es gibt soviel Gutes in unserem Alltag, dass ständig böses erfunden werden muss und negative Entwicklungen aufgebauscht werden. Wir scheinen das "Böse" zu brauchen, warum sonst schauen wir uns Action- und Kriminalfilme an, schlüpfen auf dem Computer in die Rolle von Soldaten und Streetfightern?

Ich vermute, es ist die instinktive Suche nach Abenteuer und Herausforderung, das Streben nach Macht und Anerkennung. Diese Suche ist nichts böses, aber oft verleitet sie uns, die falschen Mittel zu wählen: Abenteuer und Herausforderung beim halsbrecherischen Autofahren, Ladendiebstahl, Brandsatzwerfen zu suchen, Macht und Anerkennung durch Rücksichtslosigkeit und Gewalt zu erlangen. Ist es nicht besser, das Böse aus unserem Leben zu verbannen, indem wir uns den nötigen "Kick" beim Sport und auf abenteuerlichen Wanderfahrten holen, unsere Zeit mit bereichernden Menschen verbringen, unsere Kreativität entwickeln und anderen Gutes tun, einfach um ihnen eine Freude zu machen?

>> Freude vermehrt sich, wenn man sie teilt. <<


Man merkt diesen Gedanken vielleicht an, dass ich sie als Besinnung für meine Pfadfindergruppe formuliert habe. Ich bleibe zum Schluss an der Frage hängen, wie sich ein nicht-Pfadfinder den nötigen "Kick" an Abenteuer und Herausforderungen, Anerkennung und Kreativität holen kann. Das erscheint mir in unserer Gesellschaft sehr schwierig, wo vieles in vorgegebenen Bahnen läuft und von Gesetzen und Versicherungen bekränzt wird.

Wenn dich dieser Text angesprochen hat und du deine Gedanken dazu abgeben möchtest, vielleicht sogar eine Antwort auf meine abschließende Frage hast, dann schreib bitte hier ins Forum oder beteilige dich an der "Zeit"-Debatte:

Zum Abschluss noch ein Spruch zum Ausdrucken und an-den-Monitor-hängen:

>> Liebe das, was du (gerade) tust. <<

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