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Andreas Müller, Frankfurt.
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ForschungUndWissenschaft > Herbizid Einsatz
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Herbizid Einsatz

»Immer mehr Superunkräuter in Gen-Soja-Feldern
Als 1996 der Anbau von gentechnisch veränderter Soja in den USA gestartet wurde, handelte es sich um eine völlig neue Art der industriellen Landwirtschaft: Die Soja wurde per Erbgut-Übertragung gegen das Spritzmittel Roundup der Firma Monsanto resistent gemacht.
Was Kritiker seit Jahren vorhersagen, ist eingetreten: Die Unkräuter werden mit der Zeit gegen die Spritzmittel genauso resistent wie die Soja-Pflanzen. Die Folge: Der Einsatz von Spritzmitteln steigt. Es zeigt sich, dass der Anbau und die Freisetzung der Gen-Saaten nicht nur ein unkalkulierbares Risiko für die Umwelt bergen, sondern auch die Probleme der industriellen Landwirtschaft erheblich verschärfen kann.

»Rückschlag für Monsanto-Herbizid: Unkraut wird resistent
Das weltweit genutzte Unkrautvernichtungsmittel Roundup verliert nach Berichten von Wissenschaftlern an Effektivität. Als Ursache gilt der kommerzielle Erfolg des Herbizids. Jahrelang wurde die Chemikalie gleichzeitig mit dem resistenten, genmanipulierten Saatgut von Soja, Baumwolle und Getreide eingesetzt. Dadurch entwickelten über zwei Drittel der unerwünschten Pflanzen im Laufe der letzten Jahre eine Resistenz gegen das Produkt der US-amerikanischen Firma Monsanto.
Gleichzeitig warnen die Wissenschaftler: Ein Ersatz für das weitverbreitete Unkrautbekämpfungsmittel gibt es derzeit nicht. Schuld daran ist die weltweite Vormachtsstellung des Agrochemiegiganten Monsanto. Kleinere Konkurrenzunternehmen reagierten in der Vergangenheit darauf, indem sie ihre Ausgaben im Forschungssektor zurückfuhren, so dass jetzt kaum Alternativen angeboten werden können.

»Illegale Agrargifte auf deutschen Beeren verspritzt 26.7.05
Beim konventionellen Anbau von Johannis- und Stachelbeeren in Deutschland werden illegale Spritzmittel eingesetzt. Sechs der insgesamt 20 nachgewiesenen Pestizide sind nicht zugelassen. Die illegalen Spritzmittel hat Greenpeace bei sechs von insgesamt 28 getesteten Proben gefunden.

»Monsanto Herbizid für Froschsterben verantwortlich?
Das meistverkaufte Pflanzenspritzmittel der Welt, Roundup vom US-Chemie- und Gentechnikgiganten Monsanto, steht im Verdacht, ein hochwirksames Gift für Frösche und Kröten zu sein. Das legen neueste Studien eines US-amerikanischen Biologen der Universität Pittsburgh nahe.
Die Firma weist daraufhin, dass Roundup weder zum Einsatz im Wasser geeignet noch zugelassen sei. Allerdings verschweigt der Konzern, dass auf seinen Roundup-Packungen der Hinweis steht, dass kein Abstand zu Gewässern eingehalten werden muss.
Das dürfte wohl häufig dazu führen, dass das versprühte Gift auch in Seen und Flüsse geweht wird. Verschiedene Studien fanden in den letzten Jahren die von Relyea eingesetzten Roundup-Konzentrationen in Feuchtgebieten. Relyea weist auf die tödlichen Folgen für Frösche an Land hin, die er beobachtet hat.
Roundup ist ein so genanntes Totalherbizid und ist für die Vernichtgung von Pflanzen gedacht. Sein Einsatzgebiet war deshalb auf Spezialanwendungen begrenzt. Seinen weltweiten Siegeszug trat es erst an, als es Monsanto gelungen war, gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt zu bringen, die gegen das Herbizid resistent waren. Damit eröffnete sich dem Konzern gleich eine doppelte Einnahmequelle: die Gen-Pflanzen und das passende Spritzmittel dazu.

Siehe auch: Genveränderte Pflanzen


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