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»Genveränderte Erbsen machen Tiere krank
Die australische Forschungsorganisation CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) stellt ihre rund zehn Jahre dauernde Forschung an Gen-Erbsen ein. Grund: Fütterungsversuche bei Mäusen führten zur Erkrankung der Versuchstiere. Die rund 12 Tonnen der bislang geernteten Gen-Erbsen sollen vernichtet werden.
In Europa hätten die Gen-Erbsen sogar eine Marktzulassung als Lebensmittel erhalten können. Denn Fütterungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind in der EU nicht zwingend vorgeschrieben. In vielen Fällen, in denen Fütterungsversuche dennoch durchgeführt wurden, zeigten sich ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheit der Versuchstiere. Trotzdem hat die Europäische Sicherheitsbehörde EFSA (European Food Safety Authority) diese Gen-Produkte, zu denen unter anderen der genmanipulierte Mais MON 863 gehört, für unbedenklich erklärt.
Angesichts der Ergebnisse aus Australien müssen die Zulassungsbestimmungen der EU komplett überarbeitet werden!
»"unbeabsichtigt" große Mengen der gentechnisch veränderten Maissorte Bt10 angebaut 22.3.2005
Dem Schweizer Konzern Syngenta ist ein äußerst bemerkenswerter "Fehler" unterlaufen. Syngenta spricht dabei von einer Gesamtanbaufläche von 150 Quadratkilometern und "mehreren hundert Tonnen" Bt10-Maissaat. Anders als die ähnliche Art Bt11 ist Bt10 weder für den kommerziellen Anbau noch für die Verwendung als Futtermittel oder gar als Nahrungsmittel zugelassen. Trotzdem ist all dies "versehentlich" geschehen. Der Unterschied zum zugelassenen Bt11 liegt in einem zusätzlichen Gen, das Bt10 eine Resistenz gegenüber dem Antibiotikum Ampicillin verleiht.
»Müller Milch: Kühe kriegen genmanipuliertes Futter
Tierische Lebensmittel unterliegen nämlich nicht der Kennzeichnungspflicht für Gen-Food. Viele Verbraucher haben sich an den Mitmachaktionen gegen Müllermilch beteiligt. Doch statt dem Wunsch nach Essen - produziert ohne Gen-Pflanzen - nachzukommen, versucht Müller in einem Antwortschreiben an die Verbraucher, mit fadenscheinigen Argumenten seine Unternehmenspolitik zu rechtfertigen.
»Monsanto hat es eilig
Der Gentech-Multi klagt die Bundesrepublik Deutschland an und will Zulassung von Gentech-Mais per Gerichtsbeschluss erzwingen.
Er sprießt bereits auf einigen deutschen Feldern - der umstrittene GV-Mais MON 810. Dieser insektenresistenten Monsanto-Sorte wurde ein Bt-Toxin-Gen eingebaut. MON 810 könnte aber auch nützliche Insekten schädigen und ist deshalb in verschiedenen EU-Ländern verboten. Dagegen ist Deutschland mit den genehmigten Anbauflächen geradezu großzügig. Dem Gentech-Multi Monsanto ist das offensichtlich noch lange nicht genug. 2006 soll die Kommerzialisierung munter voran schreiten. Dafür wird aber eine Sortenzulassung benötigt, die der Konzern nun per Schnellverfahren gerichtlich durchsetzen will. Abgeordnete von SPD und Grünen sind empört.
- In verschiedenen Studien wurden mögliche unerwünschte Nebeneffekte auf Nicht-Zielorganismen, etwa nützliche oder sogar geschützte Insekten, gezeigt. Auch deutsche Labor- und Freiland-Versuche mit einer MON 810 Sorte ergaben, dass sich eine Entwicklungsverzögerung bei bestimmten Insekten nicht wegdiskutieren lässt, wenn sie diesen Mais fressen.
- Gen-Saatgut ist immer auch Patent-Saatgut - und das bekommen die Landwirte in den Hauptanbaugebieten USA, Kanada und Argentinien schon heute bitter zu spüren. In Kanada und USA zerrt Monsanto Landwirte vor Gericht, nur weil zufällig Gentechnik-Pollen auf ihre Felder geraten sind. Monsanto hat eigens Leute als "Feldspione" eingestellt, die durch die Äcker streifen. Selbst eine kostenlose Hotline, bei der Nachbarn verdächtige Geschehnisse melden sollen, wurde vom Monsanto eingerichtet. Inzwischen hat der Konzern sogar dafür gesorgt, dass auch in Argentinien - dem Hauptanbaugebiet für Gen-Soja von Monsanto - ein Gesetz erlassen werden soll, dass der Firma das Eintreiben von Patentgebühren ermöglichen soll.
»"EU genehmigt Import von Genmais-Sorte für Tierfutter"
Die Europäische Union (EU) hat am Montag Importe einer gentechnisch veränderten Maissorte zur Verarbeitung in Tierfutter genehmigt: Die Sorte "MON 863" des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto. Dieser Mais ist genetisch so verändert, dass er nicht vom Maiswurzelbohrer befallen wird. Die Maissorte ist das dritte gentechnisch veränderte Produkt, dessen Import die EU zugelassen hat. Theoretisch kann dieser Mais nun überall in der EU zur Verarbeitung in Tierfutter, aber nicht zur Aussaat verkauft werden. Um tatsächlich in Nahrung eingesetzt zu werden, bedarf es allerdings noch einer zweiten Genehmigung durch die EU. Diese werde wohl in etwa einem Monat folgen, sagten EU-Vertreter. Das Produkt müsse eindeutig als gentechnisch veränderter Mais gekennzeichnet werden. Umweltschutzgruppen äußerten sich besorgt über die Genehmigung. Ihrer Einschätzung nach gibt es ernsthafte Zweifel an der Sicherheit der Maissorte. Die europäische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit EFSA hatte "MON 863" im April vergangenen Jahres dagegen als unbedenklich eingestuft. Der Genmais sei genauso sicher wie konventioneller Mais.
Gen Mais Untersuchung
Verheimlichung der Monsanto-Untersuchungsergebnisse über den Genmais MON 863, der Krebs und innere Blutungen bei Ratten auslöst.
»Heute Australien, morgen Deutschland: Gen-Pflanzen auf Schleichwegen 22.7.05
In Australien sind Bauern, Agrarverbände und Umweltschützer gleichermaßen alarmiert: In einer Lieferung konventionell angebauten Rapses für Japan wurden gentechnische Verunreinigungen gefunden. Bei dem genmanipulierten Raps handelt es sich um die Sorte Topas 19/2 von Bayer Crop Science. Der Gen-Raps ist in Australien nicht für den Verzehr zugelassen.
»Niemand weiß, wie weit sich genveränderte Pflanzen in Australien verbreitet haben
„Bayer-Konzern muss Haftung übernehmen"
Erstmals ist in Australien die Verunreinigung herkömmlich produzierter Nahrungsmitteln durch genmanipulierte Pflanzen nachgewiesen worden. Australische Behörden fanden in einer für den Export nach Japan vorgesehenen Lieferung die von der Firma Bayer Crop Science hergestellte genveränderte Raps-Sorte „Topas 19/2“. Japan besteht auf routinemäßigen Kontrollen, um Gentechnik-Freiheit garantieren zu können.
Bayer hatte vor einigen Jahren im Bundesstaat Victoria Freilandversuche mit herbizidresistentem Raps durchgeführt. Die Herkunft der aktuellen Verunreinigung ist jedoch unbekannt. Australische Landwirte fürchten den Verlust von Absatzmärkten, da in weiten Teilen der Welt nur Gentechnik-freie Nahrungsmittel akzeptiert werden. Australien exportiert jährlich Raps im Wert von 400 Millionen Dollar, landwirtschaftliche Exporte insgesamt liegen bei mehreren Milliarden Dollar.
„Wir wussten, dass dies irgendwann passiert. Jetzt ist die Frage, wer die Haftung für diese grobe Fahrlässigkeit übernimmt. In keinem Fall darf es die mit konventionellem Saatgut arbeitenden Landwirte treffen. Wir brauchen und möchten diese Pflanzen nicht", fordert Julie Newman von dem Network of Concerned Farmers. „Der Bayer-Konzern muss wissen, dass wir den Verlust von Märkten oder Kosten für zusätzliche Tests nicht hinnehmen werden. Das Unternehmen muss die volle Haftung übernehmen." In die selbe Kerbe schlägt die oppositionelle Labour Party Australiens, die weitere Verunreinigungen befürchtet und wirksame Kontrollen fordert.
Australische Umweltverbände bezeichnen die bisherigen staatlichen Kontrollmechanismen als „gescheitert“ und fordern flächendeckende Untersuchungen aller für den Export vorgesehenen Nahrungsmittel. Bob Phelps vom Gene Ethics Network: „Niemand weiß, wie weit sich genveränderte Pflanzen in Australien verbreitet haben – sie können überall sein. Nun muss jedes Getreide-Lager und jeder für den Export bestimmte Container untersucht werden. Kontaminierte Proben müssen zerstört werden – nur so können wir langfristig den Status „Gentechnik-frei“ sichern.“
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), die den Bayer-Konzern seit 25 Jahren überwacht, fordert eine Übernahme der Kosten durch das Unternehmen: „Die modifizierte Raps-Sorte stammt zweifelsfrei aus den Laboren des Bayer-Konzerns. Es ist unerheblich, ob die Kontamination durch Freisetzungsversuche oder durch importiertes Saatgut erfolgt ist – das Unternehmen muss die vollständige Verantwortung für seine Produkte übernehmen.“
»Gen springt auf andere Pflanzen über 26.7.2005
Ein Bericht des britischen Guardian vom Montag belegt, was von Gegnern genveränderter Pflanzen immer wieder befürchtet und von diese Technik verteidigenden Wissenschaftlern immer wieder als unmöglich bezeichnet worden ist.
Die Gensequenz einer genveränderten Rapssorte, die für deren Unempfindlichkeit gegen ein Unkrautvernichtungsmittel verantwortlich ist, ist demnach auf die von Landwirten als Unkraut angesehene Pflanzenart Ackersenf und auf eine Kohlsorte übergegangen. Der so veränderte Ackersenf war im Rahmen eines Feldversuchs in Großbritannien offenbar durch Pollen von dem Raps auf den Ackersenf übertragen worden. Wissenschaftler, die das Feld im Rahmen des Versuchs untersuchten, fanden die Pflanze, setzten sie dem - eigentlich - für sie tödlichen Unkrautvernichtungsmittel aus und stellten fest, daß es der Pflanze offenbar keinen Schaden zufügte.
Dies ist das erste Mal, daß - zumindest öffentlich bekannt - wissenschaftlich dokumentiert wurde, daß ein solcher Fall eingetreten ist. Emily Diamond, eine Forscherin im Bereich der Gentechnik der Organisation "Friends of the Earth" ("Freunde der Erde") sagte: "Ich war schockiert, als ich dieses Papier sah. Das ist, was uns versichert wurde, daß es nicht passieren würde - und doch ist es passiert und der Fund wurde verheimlicht. Das ist genau das, wovor die Franzosen und die Griechen Angst hatten, als sie sich der Einführung von Genraps entgegenstellten."
»Verursacht Gen-Mais Kuhsterben?
Bei einem der wenigen Landwirte Deutschlands, der genmanipulierte Pflanzen anbaut und auch an seine Kühe verfüttert, ist es in den vergangenen Jahren zu ungeklärten Todesfällen unter seinen Tieren gekommen: Auf dem Hof in Wölfersheim, Hessen, starben 2001 fünf und 2002 sieben Kühe, weitere Tiere mussten geschlachtet werden.
12.12.2003, Greenpeace Redaktion
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