Andreas Müller, Frankfurt.
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Artikel IndexRenaissance der Atomenergie?Atomträume utopisch?Uran-InvestitionenArtikelRenaissance der Atomenergie?CDU/CSU-Politiker, aber auch manche Publizisten, sagen eine Renaissance der Atomenergie voraus. Die Erneuerbaren allein schaffen es nicht, - um den Treibhauseffekt zu reduzieren, brauchen wir AKW, - wenn die Menschen in der Dritten Welt ausreichend Elektrizität wollen, brauchen wir mehr Atomkraft. Das sind die gängigen Argumente. Die Atomfrage wird wieder zur Kernfrage. Kommt es aber schon auf Grund einer neuen Diskussion über die Atomenergie auch zu einer Renaissance der Atomkraft?
Die "alten" Argumente gelten immer noch. Es gibt keine Endlagerung des atomaren Mülls. Die Terrorgefahr ist eher gestiegen und inhärent sichere AKWs gibt es nicht. Die neue EPR- Reaktorlinie, die Frankreich zusammen mit Siemens entwickelt hat, soll zwar "sicherer" sein als die bisherigen Reaktoren, aber nach wie vor spricht die Versicherungswirtschaft von einem "unkalkulierbaren Risiko". Deshalb hat auch nur Finnland einen einzigen EPR- Reaktor bestellt. Alle anderen klassischen Atomländer, auch Frankreich und die USA, haben seit Jahrzehnten kein einziges AKW gebaut und planen aktuell auch keines. In den Kernländern der EU gibt es Überkapazitäten im Stromnetz.
Auch in den USA gibt es Wirbel um "Endlager" - es gibt keine. Die atomfreundliche Regierung Bush wollte atomare Mülldeponien in Nevada mit einer Sicherheitsgarantie von 10.000 Jahren. Das Ansinnen wurde von einem Bundesgericht gestoppt mit der Begründung, ein atomares "Endlager" müsse für eine Million Jahre sicher sein. Ein solches "Endlager" kann es nach menschlichem Ermessen niemals geben.
Wer jetzt noch auf Atomkraft setzt, handelt wie ein Flugkapitän, der mit seinem Flieger in die Luft geht, obwohl er weiß, er wird keinen Landeplatz finden. Regierungen, die trotzdem noch Atomenergie propagieren, müssen mit der Abstrafung durch die Wähler rechnen. Deutsche Politiker, die von neuen AKWs träumen, kann man nur empfehlen: "Viel Spaß bei der Suche nach einem Standort."
Es kann ja sein, dass künftige Generationen weniger atomkritisch sind und Tschernobyl verdrängt wird. Es kann aber auch sein, dass ein "neues Tschernobyl" passiert und der Ausstieg weltweit forciert wird. Wirklich sichere Atomkraftwerke sind aus heutiger Sicht so unwahrscheinlich wie sichere Endlager für Atommüll. Atomares Restrisiko bleibt also jenes Risiko, das uns jeden Tag den Rest geben kann. Die Terrorgefahr ist leider eine Realität und weltweit verfügen wir über unendlich viel mehr umwelt- und klimafreundliche Energie als die gesamte Menschheit je brauchen wird.
Allein die Sonne schickt uns in acht Minuten so viel Energie wie alle 6,4 Milliarden Menschen zur Zeit in einem ganzen Jahr konsumieren. Der fossil-atomare Energiemix kann in einigen Jahrzehnten zu 100 Prozent ersetzt werden. Wir brauchen gar keine gefährliche Atomenergie. Eine atomare Renaissance ist überflüssig.
Quelle: »http://www.sonnenseite.com
Atomträume utopisch3.09.2004 + Auf der Weltenergiekonferenz in Sydney haben Chinas Energiemanager angekündigt, dass in den nächsten Jahrzehnten bis zu 1800 neue Atomkraftwerke gebaut würden. Das ist reine Fantasie und Utopie von durchgeknallten Technokratengehirnen.
Der Weltenergierat in Paris geht davon aus, dass die Uranvorräte zum Betreiben der heutigen etwa 450 AKWs noch etwa 40 bis 50 Jahre ausreichen - eine Vervierfachung der AKWs ist schon deshalb unmöglich, weil dafür der Brennstoff fehlt. Die Natur hat menschlichem Größenwahn Grenzen gesetzt.
Die Uranreserven und-Ressourcen sind weltweit auf eine begrenzte Anzahl von Ländern verteilt. Die größten Uranvorräte haben Australien (41 Prozent der gesamten Weltvorräte), Canada (17 Prozent), Kasachstan (15 Prozent) und Südafrika 8 Prozent).
Weltweit stehen noch etwa 1,57 Millionen Tonnen Uran zur Verfügung. Das ist eine Berechnung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Allein im Jahr 2001 wurden über 64.400 Tonnen verbraucht, davon kamen 34.000 Tonnen aus Bergwerksproduktion und 30.400 Tonnen aus früher angelegten zivilen Lagerbeständen und aus strategischen militärischen Lagerbeständen, hauptsächlich aus der früheren Sowjetunion.
Im Gegensatz zu den fossilen Energierohstoffen besteht bei Uran seit mehreren Jahren eine Lücke zwischen der Förderung und dem Verbrauch. Die Weltbergwerksförderung lag in den letzten 5 Jahren zwischen 32.200 und 37.300 Tonnen Uran, bei einem jährlichen Verbrauch um die 60.000 Tonnen Uran. Die Lücke wurde aus früher angelegten zivilen Lagerbeständen und zunehmend auch aus strategischen (militärischen) Lagerbeständen, besonders Russlands, gedeckt. Für den künftigen Verbrauch spielen aus der Abrüstung von Kernwaffen verfügbar werdendes Uran sowie aus der Wiederaufarbeitung von Brennelementen verfügbares Uran und Plutonium eine gewisse Rolle, die jedoch von politischen Entscheidungen abhängig sind.
Quelle: »http://www.sonnenseite.com
Uran-InvestitionenZusammenfassung eines Artikels aus Focus Money:
Da in den nächsten 1 oder 2 Dekaden nach dem amerikanischen Rohstoffexperten Doug Casey die Energiepreise ein schockierend hohes Niveau erreichen werden, gehöre dem nuklearen Energieträger Uran die Zukunft.
Seit dem Jahr 2000 hat sich der Kurs von Uran verdoppelt. Uranaktien wie Cameco und Paladin stiegen sogar um 250 %. Studien zeigen, dass eine Kilowattstunde Nuklearstrom deutlich günstiger zu haben ist als aus hochsubventionierten Energieträgern.
Gründe für den weiteren Anstieg der Uranpreise:
Erstmals seit 25 Jahren ermuntert die USA die Energieunternehmen Reaktoren zu bauen. Derzeit erzeugen 104 amerikanische Meiler ca. 20 % des nationalen Stromangebots (Deutschland: 30%, Frankreich: 75 %). In den USA wuchs der Atimenergieverbrauch in den vergangenen 10 Jahren um 5 % (Europa: 26 %).
In China und Indien begeistern sich immer mehr Politiker für uran. Bis 2020 will China seine Kapazität um das Fünffache steigern, Indien bis 2012 um das Dreifache.
Sollten die Pläne in Indien/China realisiert werden, könnte das aufs Äußerste angespannte Angebot-Nachfrage-Verhältnis bei Uran in den kommenden Jahren endgültig kippen. Schon 2002 stand lt. OECD einer Urannachfrage von 67000 Tonnen nur eine Produktion von 36000 Tonnen gegenüber.
Zusätzlich bauen die Japaner fleißig neue Reaktoren und wollen so die Emissionsziele für Kohlendioxid einhalten.
Uran-Minen:
Ein Großteil des Uranabbaus fällt bei den großen Bergbauunternehmen wie WMC Resources als Beiprodukt an (2004: ca 4400 Tonnen). Konkurrent Rio Tinto besitzt zudem eine 2/3-Beteiligung an Energy Resources of Australia (größter Uranproduzent Australiens mit 4500 Tonnen). Einer der wenigen reinen Uranproduzenten ist Cameco aus Kanada (ca. 8700 Tonnen).
Auf Grund langfristiger Lieferverträge schlägt der gestiegene Uranpreis aber nur nach und nach durch. Dennoch ist die Aktie die beste Variante, um vom Kursanstieg zu profitieren.
Der französische Areva-Konzern spezialisiert sich dagegen auf die Aufbereitung des gebrauchten Rohstoffs sowie die Ausstattung von Atomkraftwerken. Wegen der hohen Bewertung dürfte das Kurspotenzial aber begrenzt sein.
Aussichtsreicher, wenn auch sehr viel spekulativer, sind die Explorationskonzerne Paladin (Projekte in Australien, Namibia und Malawi) und Fronteer Development (Projekte im Norden Kanada, zudem Goldprojekte). Beide Gesellschaften sollten in den nächsten Monaten angenehm überraschen.
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